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KFZ–SACHVERSTÄNDIGENBÜRO

Dipl.-Ing.(FH) Eduard Schleining

Mobil 24h: 0179-8431663

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  • Unfall - was tun?
  • Ihre Rechte nach einem Unfall
  • Urteile
  • F.A.Q.
  • Unfall - was tun?

          Wenn der Deutsche hinfällt, steht er nicht auf, sondern sieht sich um, wer ihm schadenersatzpflichtig ist.

    Das Verhalten am Unfallort
    Nach der Unfallaufnahme
    • 1. Schadenmeldung:
      An die eigene Haftpflichtversicherung innerhalb einer Woche Sie ersetzt Schäden am gegnerischen Fahrzeug, sollten Sie doch eine Mithaftung tragen. Verlieren Sie keine Zeit! Verletzen Sie diese Obliegenheit, wird die Versicherung den Schaden Ihres Unfallgegners zwar regulieren, einen Teil dieser Summe aber von Ihnen zurückverlangen.

      An die gegnerische Haftpflichtversicherung innerhalb von zwei Wochen Sie ist zuständig für Schäden an Ihrem Fahrzeug, die Ihr Unfallgegner verursacht hat. Ist der gegnerische Haftpflichtversicherer nicht bekannt, so können Sie ihn beim Zentralruf der Autoversicherer ( 0180-25026 ) feststellen lassen. Hierfür werden folgende Angaben benötigt:

      - Ihre Anschrift
      - Kennzeichen des gegnerischen Fahrzeuges
      - Name des Halters des gegnerischen Fahrzeuges
      - Unfalldatum

    • 2. Nutzen Sie Ihre Rechte! Es geht um Ihr Geld!
      Ihnen steht es grundsätzlich frei, einen Kfz-Sachverständigen Ihrer Wahl zur Beweissicherung und zur Feststellung von Schadensumfang und Schadenshöhe zu beauftragen.
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    Ihre Rechte nach einem Unfall

    • 1. Schadenfeststellung durch einen unabhängigen Sachverständigen
    • 2. Reparatur in der Werkstatt Ihres Vertrauens
    • 3. Inanspruchnahme eines Mitwagen oder Nutzungsausfallentschädigung
    • 4. Schadenabwicklung durch einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens
    • 5. Totalschaden
    • 6. Sicherungsabtretung und Reparaturkosten-Übernahmeerklärung
    • 7. Selbstverschuldete Unfall (Kaskoschadenfall)
    • 8. Merkantile Wertminderung
    • 9. Abrechnung auf Gutachtenbasis
    1. Schadenfeststellung durch einen unabhängigen Sachverständigen
    Ihnen steht es grundsätzlich frei, einen Sachverständigen Ihrer Wahl zur Beweissicherung und zur Feststellung von Schadenumfang, Schadenhöhe, Wertminderung, Restwert, Weiderbeschaffungswert und voraussichtlicher Reparaturdauer zu beauftragen. Das gilt selbst dann, wenn die gegnerische Versicherung ohne Zustimmung des Geschädigten bereits einen Sachverständigen bestellt oder geschickt hat. Die Kosten für das Gutachten hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich zu übernehmen.

    2. Reparatur in der Werkstatt Ihres Vertrauens.
    Sie dürfen Ihr Fahrzeug in einer von Ihnen ausgewählten Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren lassen. Ihre Fachwerkstatt garantiert Ihnen eine technisch einwandfreie Reparatur und damit die Verkehrssicherheit Ihres Fahrzeugs. Versicherungen haben kein Recht, Ihnen eine andere Werkstatt vorzuschreiben.

    3. Inanspruchnahme eines Mitwagens oder Nutzungsausfallentschädigung.
    Ist Ihr Fahrzeug infolge des Unfalls nicht fahrbereit, aber Sie sind auf Ihr Fahrzeug angewiesen, so haben Sie für die Dauer der Reparatur bzw. Beschaffung eines neuen Wagens, Anspruch auf gleichwertiges Mietfahrzeug. Wenden Sie sich an einen örtlichen Autovermieter. Wenn Sie keinen Mietwagen benötigen und Ihr Fahrzeug steht Ihnen unfallbedingt nicht zur Verfügung, können Sie für die Dauer des schadenbedingten Fahrzeugausfall alternativ Nutzungsausfallentschädigung gelten machen. Die Höhe rechtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp.

    4.Schadenabwicklung durch einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.
    Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche können Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen. Die Kosten hiefür hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich zu übernehmen.

    5. Totalschadenfall.
    Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert, können Sie Ihr Fahrzeug in Ihrer Fachwerkstatt reparieren lassen, wenn die voraussichtlichen Reparaturkosten gem. Sachverständigengutachten den Wiederbeschaffungswert Ihres Fahrzeugs nicht mehr als 30 % übersteigen und Sie das Fahrzeug weiter nutzen wollen. Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht reparieren, haben Sie Anspruch auf Ersatz des Wiederbeschaffungswertes abzüglich des Restwertes Ihres Fahrzeugs. Weiterhin wird in diesem Fall die in dem Wiederbeschaffungswert typischerweise enthaltene MwSt abgezogen. Denn im Schadenfall wird die MwSt nur soweit ersetzt, wie sie tatsächlich angefallen ist. Wie hoch der konkrete MwSt-Abzug ausfällt, hängt u.a. vom Alter und Typ des verunfallten Fahrzeuges ab. Aussagen hierzu finde Sie im Sachverständigengutachten. Sie dürfen Ihr Fahrzeug zu dem Restwert veräussern, den Ihr Sachverständiger in seinem Gutachten ermittelt hat. Zur Sicherheit empfiehlt sich dazu ein korrekt datierter Kaufvertrag. Restwertangebote der gegnerischen Versicherung müssen nur dann beachtet werden, wenn das konkrete Angebot der Versicherung vorliegt, bevor das Fahrzeug verkauft wurde und dieses Angebot zumutbar ist.

    6. Sicherungsabtretung und Reparaturkosten-Übernahmeerklärung.
    Sie können zur Erleichterung der Zahlungsabwicklung die von der Werkstatt Ihres Vertrauens Vorgehaltenen Formulare „Sicherungsabtretung“ und/oder „Reparaturkosten-Übernahmeerklärung“ verwenden. Die Versicherung zahlt bei Vorlage dieser Erklärungen die Reparaturkosten direkt an die Werkstatt aus . Dadurch vermeiden Sie, für die Reparaturkosten in Vorleistung treten zu müssen.

    7. Selbstverschuldete Unfall (Kaskoschadenfall)
    Wenn Sie bei einem vollständig oder zum Teil selbstverschuldeten Unfall Ihre Kaskoversicherung in Anspruch nehmen, ist hier ein Weisungsrecht ihres Versicherers zu beachten. Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Versicherung in Verbindung. Aber auch hier gilt, Sie dürfen die Werkstat Ihres Vertrauens wählen und mit der Reparatur beauftragen.

    8. Merkantile Wertminderung.
    Die Höhe eines eventuellen Wertminderungsanspruches kann normalerweise erst durch ein Gutachten festgestellt werden. Wenn kein unabhängiger Kfz-Sachverständiger von Ihnen beauftragt wird, können Sie auf Wertminderung bis zu mehreren hundert Euro verzichten.

    9. Abrechnung auf Gutachtenbasis.
    Dem Geschädigten steht es grundsätzlich frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallverursacher auf der Gutachtenbasis erstatten zu lassen ( fiktive Abrechnung ). In diesen Fällen wird die MwSt nicht erstattet.
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    Urteile

    1. Sachverständigengutachten auch bei Bagatellschäden.
    Am 16.02.2007 hat das AG Hamburg festgestellt, dass auch Gutachten bei sogenannten Bagatellschäden von der Versicherung bezahlt werden müssen.

    2. Kürzen der Verrechnungssätze bei fiktiver Abrechnung unzulässig.
    Hiezu entschied das LG Hamburg AZ. 331 S 96/08 und 822 C 96/08, dass ein Kürzen im Gutachten des Sachverständigen von Verrechnungssätze einer Vertragswerkstatt auf das Niveau einer freien Werkstatt unzulässig ist.

    3. Captain Huk

    4. Unfallzeitung

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    Häufige Fragen und Antworten auf Ihre Fragen.

    Welche Pflicht trifft Unfallbeteiligte als erstes?
    Sofort anhalten, den nachfolgenden Verkehr zu sichern und die Unfallfolgen festzustellen.

    Worauf ist bei Schäden bis zu 1.500 Euro zu achten?
    Bei geringfügigen Schäden ist zu gewährleisten, dass kein Stau verursacht wird. Daher lieber an den Strassenrand fahren.

    Wo ist das Warndreieck aufzustellen?
    Man sollte dem Verkehr mindestens 100 Meter entgegen wandern und das Warndreieck gut sichtbar aufstellen.

    Für welche Fahrzeuge ist eine Warnlampe vorgeschrieben?
    Wer eine Warnleuchte dabei hat ( vorgeschrieben ist sie nur für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ), sollte sie auf das Wagendach stellen.

    Wann hat ein Unfallbeteiligter mit Rettungsaktionen zu beginnen?
    Erst, wenn die Unfallstelle abgesichert ist. Ungesicherte Unfallstellen werden nämlich zu gefährlichen Fallen für nachfolgende Kraftfahrer.

    Wer ist zur ersten Hilfe verpflichtet?
    Sowohl die Unfallbeteiligten als auch zufällig vorbeikommende Unbeteiligte trifft die Hilfspflicht.

    Wie sind nach einem Unfall die Hilfsdienste zu alarmieren?
    Für Notfallmeldungen hat sich das W-Schema bewährt:
    Wer meldet? (Name und Standort)
    Wo ist etwas passiert? (Unfallort)
    Was ist passiert? (Kurze Unfallbeschreibung)
    Wie viele Verletzte brauchen Hilfe? (Schilderung der Unfallfolgen und Verletzungen)

    Wer füllt die Verbandskasten wieder vorschriftsmäßig auf?
    Der Apotheker füllt erforderliches Verbandszeug wieder auf und informiert auch darüber, ob der Inhalt überhaupt noch brauchbar ist.

    Welche Auskunftspflicht sind am Unfallort zu erfüllen?
    Dem Unfallgegner ist zu offenbaren, dass man am Unfall beteiligt war, Name und Anschrift preiszugeben und Führerschein und Fahrzeugschein vorzuweisen. Ausserdem ist die Haftpflichtversicherung zu nennen.

    Was muss man über seinen Unfallgegner wissen?
    Fahrzeugkennzeichen und Fahrzeugtyp
    Namen und Anschriften der Unfallgegner
    Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheines
    Ort und Zeit des Unfalls
    Namen und Anschriften der Unfallzeugen

    Was ist für die Beweissicherung unverzichtbar?
    Unverzichtbar sind eine Unfallskizze, Fotos von der Unfallstelle aus unterschiedlichen Blickrichtungen und ein Unfallprotokol.

    Wie können Sachverständige Unfallfotos besonders gut auswerten?
    Ein auf der Fahrbahn ausgelegter und mitfotografierter Zollstock ist für die Auswertung von Unfallstellenfotos eine wertvolle Hilfe.

    Warum soll an der Unfallstelle kein Schuldanerkenntnis abgegeben werden?
    Auf ein Schuldanerkenntnis an der Unfallstelle ist zu verzichten, um Schwierigkeiten mit der eigenen Haftpflichtversicherung zu vermeiden. Die rechtliche Lage wird von dort aus im Rahmen der Regulierung gewürdigt.

    Wer gibt Hinweise zu Halter und Haftpflichtversicherung Ihres Gegners, wenn er die Unfallstelle unerlaubt verlässt?
    Zunächst wird die Polizei an Hand des Kennzeichens den Halter feststellen. Anschliessend kann der Zentralruf der Autoversicherer auch noch die Haftpflichtversicherung benennen.

    Wann ist die Unfallaufnahme durch die Polizei immer notwendig?
    Die Polizei ist immer zu rufen, wenn der Unfallgegner betrunken erscheint, dem Unfall ein schwerer Verkehrsverstoss vorangegangen oder der Unfallgegner flüchtig ist oder Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung beteiligt sind.

    Wann ist die Umfallaufnahme durch die Polizei unverzichtbar?
    Ohne Polizei geht es nicht, wenn am Unfall Wild beteiligt war Öl oder Treibstoff an der Unfallstelle auslaufen Die Unfallstelle nur mit hohem Aufwand abgesichert werden kann

    Wie findet man auf der Autobahn die nächstgelegene Notrufsäule?
    Bei Unfällen auf der Autobahn zeigt Ihnen ein schwarzer Pfeil auf den Leitpfosten am Fahrbahnrand den Weg zur nächsten Notrufsäule.

    Welche Aussagen sind gegenüber den Polizeibeamten an der Unfallstelle erforderlich?
    Es besteht die Pflicht zur Äusserung zu Person und Fahrzeug.

    Nimmt die Polizei jeden Unfall auf, wenn man sie zur Unfallstelle ruft?
    Bei Unfällen mit einem Schadenaufwand unter 1500 Euro wird die Polizei nur prüfen, ob ein Verwarnungsgeld zu kassieren oder ein Bussgeldverfahren in Gang zu setzen ist.

    Wann ist ein Arzt aufzusuchen, wenn man sich beim Unfall verletzt hat?
    Den Arztbesuch sollte man auf keinen Fall aufschieben. Andernfalls kann die Gegenseite bestreiten, dass die Schmerzen ihre Ursache im Unfall haben.

    Warum sollte man auf keinen Fall an der Unfallstelle Vollmachten oder Verträge unterschreiben?
    Auf keinen Fall sollten Vollmachten oder Verträge bei dubiosen Unfallhelfern unterschrieben werden. Andernfalls besteht die Gefahr, auf den dadurch verursachten Kosten sitzen zu bleiben.

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